Projekt & Baufortschritt
Als kommunales Unternehmen verfolgen wir das Ziel, den Ort langfristig mit einer sicheren, bezahlbaren und klimaneutralen Wärme zu versorgen.
Nach allen erforderlichen Untersuchungen, Planungen und Genehmigungen zur Förderung von Erdwärme wurde 2022 die Geothermie Gräfelfing GmbH & Co.KG gegründet. Vorplanungen dienen jetzt zur Umsetzung des Projektes. Mit dem Bau des Bohrplatzes für die zukünftige Geothermieanlage wurde im Jahr 2025 begonnen, die Fertigstellung erfolgte im Juni 2026.
Noch in diesem Jahr starten die Bohrungen. Parallel dazu spüren Sie den Ausbau des Fernwärmenetzes.
Die damit verbundenen Einschränkungen bitten wir zu entschuldigen und danken für Ihr Verständnis.
Projektdaten
Die wichtigsten Daten zum Projekt
Verfügbarkeit
- Ausbau des Kernnetzes und Bau der Obertageanlage2026 – 2029
- Erste WärmeversorgungMitte 2029
- Verdichtung und Erweiterung des Fernwärmenetzes2029 – 2045

Das Fernwärmenetz
Die Gemeinde Gräfelfing plant den Aufbau eines Fernwärmenetzes, um geothermische Wärme effizient an Haushalte, Gewerbe und kommunale Einrichtungen zu verteilen.
Durch eine erfolgreiche geothermische Erschließung des Malm-Aquifers können bis zu 25 MW thermische Leistung gewonnen werden. Diese Wärme wird über einen Wärmetauscher in der Heizzentrale in das neu zu errichtende Fernwärmenetz eingespeist und anschließend zu den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern transportiert.
Prüfen Sie, ob Ihre Adresse an einer künftigen Fernwärmeleitung liegt:
Liegt Ihre Adresse an einer unserer bereits angeschlossenen oder bald verfügbaren Fernwärmeleitung?
Aktuell nicht geplant
Beispielstraße
Wenn Sie potenziell dennoch Interesse haben, Senden Sie eine Erweiterungsanfrage. Das berücksichtigen wir in unserer weiteren Planung.
Legende
- In Planung
- Bald verfügbar
- Verfügbar
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Ausbauplan
Das Kernnetz wird von 2026 bis 2029 ausgebaut. Die erste Wärmeversorgung ist für Mitte 2029 vorgesehen. Von 2029 bis 2045 wird das Netz verdichtet und erweitert.
Der Grundausbau der Haupttrassen ist in fünf Bauabschnitte (Lose) unterteilt. Die Farben im Netzplan kennzeichnen diese Bauabschnitte:
- Los 1 (rot): Würmtalstraße, Finkenstraße, Bussardstraße
- Los 2 (orange): Lochhamer Straße, Paul-Eipper-Weg, Riesheimerstraße
- Los 3 (dunkelblau): Würmstraße, Am Anger, Wandhamer Straße
- Los 4 (hellblau): Rottenbucher Straße Nord
- Los 5 (hellgrün): Rottenbucher Straße Süd, Sudetenstraße, Flurstraße, Egerländerstraße
Den voraussichtlichen Anschlusszeitraum für Ihre Anschrift erfahren Sie über unsere Adressprüfung. Die Nähe zu einer eingezeichneten Trasse lässt keinen Rückschluss auf den Anschlusstermin eines einzelnen Gebäudes zu.
Alle angegebenen Zeiträume sind Planungen und können sich verschieben.
Beispielstraße
Der Bohrplatz
Für die Eignung des oberirdischen Bohrplatzes müssen eine Vielzahl an Anforderungen untersucht werden, denn die Erstellung einer Tiefenbohrung hat immer eine Außenwirkung auf Menschen und Umwelt und so müssen neben bergrechtlichen Vorschriften auch alle umweltrechtlichen Belange beachtet werden.
Hier stehen besonders folgende Schutzgüter im Mittelpunkt: Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser und Luft.
Welche Kriterien sprechen für den Bohrstandort?
- Bohrtechnische Erreichbarkeit von günstigen geologischen Zielen im Untergrund (Bohrziele)
- Lage außerhalb jeglicher Schutzgebiete
- Ausreichende Entfernung von Wohnbebauung - Immissionsschutz.
- Wärmeabnehmer in unmittelbarer Nähe – bestehendes Fernwärmenetz im Gewerbegebiet
- Nähe zur Gemeinde Gräfelfing, um möglichst kurze Fernwärmeleitungen zu realisieren
- Standort ist bereits durch eine öffentliche Straße erschlossen.
Erkundung des Untergrundes
Um einen sicheren und erfolgreichen Bohrprozess zu gewährleisten, wurde der Untergrund im Vorfeld mithilfe von seismischen Messungen erkundet. Durch die Reflektion der Schallwellen an den Grenzflächen der verschiedenen Gesteinsschichten können Geolog:innen den Untergrund zwei- und dreidimensional darstellen, um anschließend eine detaillierte Bohrplanung zu ermöglichen.Bereits im Sommer 2009 führte die DMT GmbH & Co. KG im Auftrag der Balthasar Trinkl GmbH & Co. KG solche reflexionsseismischen Messungen im Gemeindegebiet von Gräfelfing und Planegg durch, mit dem Ziel die geologischen Strukturen bis in eine Tiefe von 4.000 m zu erfassen. Die anschließende Auswertung der gewonnenen Daten gab Hinweise auf ergiebige heiße Tiefenwasservorkommen im Aufsuchungsfeld.
Bohrung und hydraulische Tests
Aktuell sind zwei Tiefbohrungen im Tiefengeothermieprojekt Gräfelfing geplant. Für die Förderbohrung werden Tiefenwassertemperaturen von rund 90 °C erwartet. In der Reinjektionsbohrung soll das abgekühlte Tiefenwasser mit etwa 55 °C wieder in den Untergrund zurückgeführt werden. Zielhorizont beider Bohrungen stellen die Kalksteine des sogenannten Malms oder Oberjuras dar. Diese bilden aufgrund ihrer meist hohen Ergiebigkeit und einer weitreichend großen Tiefenlage den wichtigsten geothermischen Tiefenwasserleiter im süddeutschen Molassebecken. In der Gemeinde Gräfelfing wird die Bohrung bis in eine Tiefe von rund 2.900 m abgeteuft.
Eignungsbestätigung durch das Bergamt Südbayern
Das Bergamt Südbayern hat ein bergrechtliches Beteiligungsverfahren durchgeführt, in dem eine ganze Reihe von Ämtern Stellung zu dem Vorhaben bezogen haben. Beteiligt waren die Landesämter für Umwelt und Denkmalpflege, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding, das Landratsamt München als Untere Naturschutz- und Wasserbehörde, das Wasserwirtschaftsamt München und die Gemeinde Gräfelfing.
Mit der Zulassung des Hauptbetriebsplans für den Bohrplatzbau und die Abteufung der Bohrungen hat das Bergamt bestätigt, dass der geplante Bohrplatz an der Würmtalstraße sehr gut geeignet ist. Er liegt außerhalb von Natur-, Landschafts-, Wasser- oder Vogelschutzgebieten, und auch hinsichtlich des Landschaftsbildes und des Denkmalschutzes gibt es keinerlei Bedenken. Um Anwohnende und Tiere vor unvermeidbaren Lärm- und Lichtemissionen beim Bau und während der Bohrungen zu schützen, sind strategisch positionierte Schallschutzwände und eine adäquate Beleuchtung vorgesehen.
Um das Grundwasser zu schützen, werden die Bohrungen innerhalb von 60 Meter tiefen Standrohren vorgenommen, sodass Grundwasser und Bohrspülung keinesfalls in Kontakt kommen. Ein seismisches Messstellennetz sorgt dafür, dass auch geringste Erschütterungen sofort wahrgenommen werden und entsprechend reagiert werden kann.
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Live vom Bohrplatz
Über unsere Livecam können Sie stets verfolgen, was auf dem Bohrplatz passiert und wie weit die Baustelle fortgeschritten ist.










