In der Gemeinde Gräfelfing ist für die nächsten Jahre neben der Geothermieanlage auch der Bau eines Fernwärmenetzes geplant. Doch erst nach erfolgreicher Tiefenbohrung kann mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes begonnen werden. Dieser wird sich aufgrund von verkehrstechnischen und logistischen Gründen über mehrere Jahre ziehen. Die Ausbaustufen werden nach einer in den kommenden Monaten durchzuführenden gebietsweisen Wärmebedarfsanalyse definiert und hier kommuniziert.

Mit einer erfolgreichen geothermischen Erschließung des Malm-Aquifers können bis zu 18 MW thermische Leistung gewonnen werden. Diese Energiemenge wird dann über einen Wärmetauscher in der Heizzentrale in das neu zu errichtende Fernwärmenetz eingespeist und zu den Endverbraucher:innen geliefert. Hierfür muss ein großer Teil des Fernwärmenetz neu gebaut werden.

Um den Ausbau optimal zu planen, wird die Geothermie Gräfelfing von der Firma ecb – energie.concept.bayern GmbH & Co. KG unterstützt. Diese wird in den kommenden Monaten eine gebietsweise Wärmebedarfsanalyse durchführen und darauf basierend die Ausbaustufen definieren.

Für den Neubau des Fernwärmenetzes ist es essenziell, dass heißes Tiefenwasser in ausreichender Menge gefunden wird. Sobald die Tiefenbohrung fündig ist – und somit die Wärme des heißen Tiefenwassers zur Einspeisung in den Fernwärmekreislauslauf zur Verfügung steht – kann mit dem Bau der Heizzentrale und des Fernwärmenetzes begonnen werden. So ist es im aktuellen Projektplan vorgesehen zum Jahreswechsel 2024/2025 mit den Bauarbeiten des Fernwärmenetzes zu beginnen.  

In der ersten Ausbaustufe wird zunächst die Hauptleitung gelegt. Diese soll vom Bohrplatz über die Bahnhofstraße – Rottenbucher Straße – Lochhamer Straße – Würmstraße bzw. Lochhamer Schlag zurück zum Bohrplatz führen und alle an der Trasse liegenden Interessenten, sowie insbesondere die gemeindeeigenen Liegenschaften – wie z.B. den Schulcampus – anschließen. Im Anschluss werden dann weitere Gebiete erschlossen. Insbesondere aus verkehrstechnischen und logistischen Gründen wird sich der Neubau über mehrere Jahre hinziehen. Darüber hinaus können Lieferzeiten und fehlende Fachkräfte den Bau weiter verzögern.

Heizzentrale in Riem

Auch wenn der aktuelle Planungsstand noch keine verbindlichen Aussagen über die einzelnen Trassenführungen zulässt, werden wir Sie so bald als möglich hier über die Ausbaustufen informieren.

Wir bitten um Geduld.